Entenflöhe

Der Entenfloh kann die Bade- und Tauchfreuden in heimischen Seen ein wenig versauern. Erst piesakt er durch Juckreiz und schließlich bilden sich Quaddeln. Wer an einem "juckenden Ausschlag unklarer Herkunft leidet, sollte zur Sommerzeit immer an die Zerkarien-Dermatitis denken", schreibt die Fachzeitschrift Ärztliche Praxis (Nr 61/62, 1.8.2000) .

Vor allem in flachen Gewässerzonen mit reichlichem Pflanzenbewuchs würden Erreger einer besonderen Form der Bade-Dermatitis leben,schreibt das Blatt. Dabei handelt es sich um Zerkarien – das sind Larven der Saugwürmer, der Leberegel.

Die erwachsenen Egel leben in Wasservögeln (Gänsen, Enten, Möwen); die Eier werden mit dem Kot und Urin ausgeschieden. Wasserschnecken dienen den Larven als Zwischenwirte. Anschließend befallen sie wieder Vögel. Die Larven bohren sich in den Epidermis, wo sie absterben, da sie die Basalmembran nicht durchdringen können.

Die wichtigsten Symptome laut ÄP:

  • Anfangs schwer lokalisierbarer Juckreiz;

  • binnen 24 Stunden stark juckende, urtikarielle, linsengroße Effloreszenzen;

  • befallen sind vor allem Beine, Arme, Thorax, Hals, während Gesicht, Kopfhaut, Handinnenflächen und Fußsohlen grundsätzlich verschont bleiben;

  • Maximum der Beschwerden am zweiten bis vierten Tag;

  • Abheilen nach zwei bis drei Wochen ohne bleibende Schäden.

"Allerdings droht wiederholt Befallenen Sensibilisierung; dann verstärken sich die lästigen Symptome und halten länger an." Zur Behandlung durch den Arzt empfiehlt das Blatt lokal Antihistaminika, Zink-Lotionen und Kortison-Salben.

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