Zeeland/Niederlande


Karte Provinzverwaltung Zeeland

Die Provinz Zeeland liegt im Südwesten der Niederlande. Zu den Tauchgebieten zählen das Grevelingen-Meer, die Oosterschelde und die Nordsee. Provinzhauptstadt ist das mittelalterliche Middelburg.

Wo: Für die Anreise Routenplaner nutzen. Fahrtzeit aus dem Ruhrgebiet ca. 3 Stunden.

Über Wasser: Ursprünglich war die Provinz Zeeland ein "Inselreich". Doch im Rahmen der staatlich organisierten Landgewinnung wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte Deiche und Brückenbauwerke angelegt. Das gigantischste Vorhaben des "Delta-Plans" war die "Hochflutschleuse": Ein in den Sand und in die mitunter starke Gezeitenströmung der Oosterschelde gesetzter verschliessbarer Damm. Dank dieses Projektes bleiben die Halbinseln bei Sturmflut "trocken" und die Oosterschelde bei normalem Wetter salzig. Auch das Grevelingen-Meer bleibt durch zwei Schleusen salzig. Unter den Städten der Provinz finden sich zahlreiche mittelalterliche Sehenswürdigkeiten. Allerdings ist die Region stark touristisch geprägt. Vor allem im Sommer kann man manche Strände und Dörfer nur noch als überlaufen bezeichnen. Das ausgelassenste, Ballermann-ähnliche, Nachtleben tobt in Renesse (Schouwen-Duiveland).

Tauchgenehmigung: Für die Niederlande sind keine Tauchgenehmigungen mehr erforderlich.

Unter Wasser: Die Tauchreviere bieten einen bemerkenswerten Fischreichtum. Die Sichten sind zum Teil herausragend, können, bedingt durch den sandigen Grund oder auch durch den Nährstoffreichtum, mitunter recht finster ausfallen.

In der Oosterschelde gibt es gezeitenabhängig starke Strömungen (Tidenhub bis 3,5 Meter). Die Tauchgänge müssen also mit der Gezeitentabelle geplant werden. Getaucht wird üblicherweise 30 bis 15 Minuten bevor die Flut ihren Höchststand erreicht. Das beliebteste Tauchgebiet liegt an den ersten Pfeilern am nördlichen Ende der der 4,9 Kilometer langen Zeelandbrücke. In der Mündung der Schelde finden sich große Muschelfelder, reichlich Fische sowie diverse Krabben- und Hummerarten.

Das gilt in etwa auch für das Grevelingen-Meer. Dies hat jedoch im Unterschied zur Oosterschelde keine Strömungen.

Angeblich sollen Tiefen jenseits der 30 Meter-Marke vorkommen. Doch Vernunft, Kälte und Dunkelheit dürften die meisten von solchen "Abenteuern" abhalten.

Besonderes Highlight der Nordsee nicht nur vor Zeeland ist das Wracktauchen. Allerdings erfordert dies Erfahrung. Voraussetzungen sind mindestens CMAS** oder PADI Rescue Diver plus Strömungs-Erfahrung. Zahlreiche Wracks liegen im Bereich ab 20 Meter. Es heißt, viele seien noch gar nicht entdeckt.

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