Puerto Galera


Bankas, Auslegerboote, im Hafen von
Puerto Galera. copyright: getoese.de

Zwei Stunden dauert die Fahrt von Manila nach Batangas. Endlich im Hafen beginnt der Traumurlaub: Eineinhalb Stunden benötigen die Fähren für die erfrischende Überfahrt nach Puerto Galera, Mindoro.

Purto Galera ist das Verwaltungszentrum im Norden Mindoros. Von dort erreicht man die meisten Resorts und Tauchschulen mit einer kurzen Banka-Fahrt. Die wichtigsten: Das Familienresort Coco-Beach, die verträumten Buchten Big- und Small-Lalaguna sowie das quirlige Sabang, eine typische Strandortschaft mit jugendlichem und auch krachigem Flair bietet aber auch mit gutbürgerlichen bis gediegenen Restaurants und Bars.

Gut 20.000 Menschen leben in Puerto Galera. Nicht nur Ausländer, die hier "hängenbleiben" lassen die Zahl weiter ansteigen. Die Region wirkt wie ein Magnet, Dank der Arbeitsplätze, die der Tourismus beschert. Rund dreiviertel der Bevölkerung sollen sogar unter 25 Jahre jung sein.

1574 wurde die Stadt von den Spaniern gegründet. Die Besatzer von einst suchten in dem Naturhafen Schutz vor den Stürmen auf ihrem Weg von Spanien nach Mexiko. Erst um 1900 endete die spanische Kolonialzeit - nach einer zweijährigen Revolution. 1902 kamen die Amerikaner, 1942 wurde die Stadt von den Japanern erobert und besetzt. 1946 schließlich befreiten die Amerikaner den "Galeren-Hafen" von seinen wegen ihrer Brutalität gefürchteten Besatzern. Doch das ist nur der jüngere und vielleicht sogar kürzere Abschnitt in der Geschichte der Insel. Immer noch finden sich an den Stränden Pozellanscherben. Sichtbare Hinweise auf eine wichtige bereits Jahrhunderte vor der Ankunft der Europäer existierende Route chinesischer Handelsschiffe. Entdeckung und Bergung der chinesischen Dschunken "Lena" und "Santa Cruz" (1997/2001, Franck Goddio) belegen das.

Eine mittelalterliche Schönheit, chinesische Einflüsse, die sich mit europäischen und der einheimischen Kultur mischen - all dies darf man in Puerto Galera nicht erwarten. Die vielleicht einfachste, wenngleich ein wenig bierseelige Art, etwas Ursprünglichkeit zu entdecken, ist der Hash-Run (organisiert nach den spleenigen Regeln der Hash House Harriers). Genießer wandern den Parcours durch den Dschungel - jeden Sonntag ab Capt'n Gregg's, Sabang.

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